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	<title>Politisches &#8211; REFUGIUM e.V.</title>
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	<description>Gemeinnützige Einrichtung und selbstständiger Träger der Sozial- und Integrationsarbeit für Menschen mit Fluchtbiografie</description>
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	<title>Politisches &#8211; REFUGIUM e.V.</title>
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		<title>Veranstaltung: „GEAS. Praktische Folgen eines unmenschlichen Systems“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 09:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Einladung zum Fachvortrag und zur Diskussion am 03. Juni 2026 Am Mittwoch, dem 3. Juni 2026 um 18:00 Uhr lädt Refugium e.V. in Kooperation mit Clara Bünger MdB (Referentin) und Jorrit Bosch MdB (Moderation) zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) ein. Unter dem Titel „GEAS. Praktische Folgen eines unmenschlichen Systems“...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Einladung zum Fachvortrag und zur Diskussion am 03. Juni 2026</strong></h3>
<p><span class="fontstyle0">Am </span><span class="fontstyle2"><strong>Mittwoch, dem 3. Juni 2026</strong> um <strong>18:00 Uhr</strong> </span><span class="fontstyle0">lädt <strong>Refugium e.V.</strong> in Kooperation mit <strong>Clara Bünger MdB</strong> (Referentin) und <strong>Jorrit Bosch</strong> MdB (Moderation) zu einer <strong>Informations- und Diskussionsveranstaltung</strong> zum neuen <strong>Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS)</strong> ein. Unter dem Titel „GEAS. Praktische Folgen eines unmenschlichen Systems“ werden die bevorstehenden Änderungen im europäischen Asylrecht sowie deren konkrete Auswirkungen auf Geflüchtete, Beratungsstellen und Unterstützungsstrukturen beleuchtet. Für die Diskussion sind zusätzlich <strong>Atakan Koçtürk</strong> (SPD) und ein Vertreter der Seenotrettung (angefragt) eingeladen.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Das reformierte GEAS tritt europaweit ab Juni 2026 in Kraft. In Deutschland wurden hierfür bereits umfangreiche Gesetzesänderungen beschlossen, unter anderem Änderungen des Asylgesetzes, des Aufenthaltsgesetzes sowie des Asylbewerberleistungsgesetzes. Kernpunkte der Reform sind verpflichtende Grenzverfahren an den EU-Außengrenzen, verschärfte Registrierungs- und Kontrollmechanismen, schnellere Abschiebungsverfahren sowie eine weitere Einschränkung von Schutzrechten.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Künftig sollen viele Asylsuchende bereits an den europäischen Außengrenzen in haftähnlichen Verfahren festgehalten werden. Betroffen sind insbesondere Menschen aus Staaten mit niedriger Schutzquote sowie Personen, denen eine Einreise über sogenannte „sichere Drittstaaten“ vorgeworfen wird. Gleichzeitig werden Datenerfassung, EURODACAbgleiche und die europaweite Kontrolle weiter ausgebaut.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Die Veranstaltung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit, Beratungsstellen, Initiativen, Sozialarbeit, Zivilgesellschaft sowie interessierte Bürger:innen. Im Mittelpunkt stehen dabei die praktischen Fragen:</span></p>
<ul>
<li><span class="fontstyle0">Was genau ändert sich ab Juni 2026? Welche Menschen werden besonders betroffen sein?</span></li>
<li><span class="fontstyle0">Welche Folgen ergeben sich für Beratung und Begleitung?</span></li>
<li><span class="fontstyle0">Wie verändern sich Zugang zu Verfahren, Unterbringung und soziale Rechte?</span></li>
<li><span class="fontstyle0">Welche Handlungsmöglichkeiten bleiben für Unterstützungsstrukturen und Zivilgesellschaft?</span></li>
</ul>
<p><span class="fontstyle0">Die Reform wird von vielen Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen massiv kritisiert. Sie warnen vor einer weiteren Entrechtung Schutzsuchender, der Ausweitung von Lager- und Grenzverfahren sowie einer zunehmenden Abschottung Europas. Gleichzeitig stehen Beratungsstellen und Unterstützungsnetzwerke vor neuen rechtlichen und praktischen Herausforderungen.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Die Veranstaltung möchte einen verständlichen Überblick über die neue Rechtslage geben, Erfahrungen aus der Praxis zusammenbringen und Raum für Austausch, Fragen und Diskussion bieten.</span></p>
<p><span class="fontstyle2"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f5d3.png" alt="🗓" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Termin: </span><span class="fontstyle0">Dienstag, 3. Juni 2026, <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f552.png" alt="🕒" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 18:00 Uhr<br />
</span><span class="fontstyle2"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4cd.png" alt="📍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ort: </span><span class="fontstyle0">Refugium e.V./SQUAT, Steinweg 5 Hinterhof, 38100 Braunschweig</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Der Eintritt ist frei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fontstyle0">Antje Kämpfe, Refugium e.V.</span></p>
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		<title>Kürzung bei Integrationskursen: Im Gespräch mit Radio Okerwelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 13:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 18. Februar war unsere Geschäftsleiterin Antje Kämpfe gemeinsam mit Martin Stützer von der AWO Migrationsberatung Braunschweig zu Gast bei Radio Okerwelle. Gemeinsam sprachen sie über die Kürzung der Fördermittel für die Integrationskurse und die dramatischen Konsequenzen für Menschen, die dringend auf diese angewiesen sind. Das ganze Gespräch könnt ihr euch hier anhören.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Februar war unsere Geschäftsleiterin Antje Kämpfe gemeinsam mit Martin Stützer von der AWO Migrationsberatung Braunschweig zu Gast bei Radio Okerwelle. Gemeinsam sprachen sie über die Kürzung der Fördermittel für die Integrationskurse und die dramatischen Konsequenzen für Menschen, die dringend auf diese angewiesen sind.</p>
<p>Das ganze Gespräch könnt ihr euch <a href="https://okerwelle.de/2026/02/19/kuerzung-der-foerdermittel-fuer-integrations-sprachkurse-verbaende-und-einrichtungen-in-der-region-schlagen-alarm/">hier</a> anhören.</p>
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		<title>Jahresbericht 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2025 12:05:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen, das Jahr 2024 war für uns ein Jahr der Gegensätze – geprägt von ermutigenden Zeichen der Solidarität, aber auch von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Lage geflüchteter Menschen weiter verschärften. Dieser Jahresbericht des REFUGIUM e.V. spiegelt unsere Arbeit, die Herausforderungen und die gemeinsamen Erfolge wider, die wir in einem von...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen,</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">das Jahr 2024 war für uns ein Jahr der Gegensätze – geprägt von ermutigenden Zeichen der Solidarität, aber auch von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Lage geflüchteter Menschen weiter verschärften. Dieser Jahresbericht des REFUGIUM e.V. spiegelt unsere Arbeit, die Herausforderungen und die gemeinsamen Erfolge wider, die wir in einem von Unsicherheiten geprägten Jahr erreicht haben.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Ein bewegender Moment war der Beginn des Jahres, als tausende Menschen auf dem Schlossplatz in Braunschweig gegen die „Remigrations“-Pläne der AfD demonstrierten. Diese beeindruckende Kundgebung zeigte, dass die Zivilgesellschaft bereit ist, für die Rechte geflüchteter Menschen einzutreten und sich für Menschlichkeit stark zu machen. Gleichzeitig konnten wir nach langem Ringen die Zukunft unseres Gemeinwesenprojekts SQUAT sichern – ein Ort der Begegnung, der Teilhabe und der gegenseitigen Unterstützung. Solche Erfolge motivieren uns, weiter für ein solidarisches Miteinander zu arbeiten.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Doch 2024 brachte auch ernüchternde Entwicklungen mit sich. Die Einführung der Bezahlkarte im Dezember, die geflüchteten Menschen den Zugang zu Bargeld nimmt, markiert einen weiteren Schritt in der Ausgrenzungspolitik. Hinzu kam die anhaltende Diskussion über die Rückführung von Menschen nach Syrien, selbst von jenen, die hier bereits eine lange Lebensperspektive aufgebaut haben. Diese Entscheidungen sind nicht nur integrationshemmend, sondern greifen tief in die Lebensrealität der Betroffenen ein und entziehen ihnen die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Trotz dieser Widrigkeiten blieb unsere Arbeit unerschütterlich. In unzähligen Beratungsgesprächen konnten wir Menschen dabei unterstützen, Perspektiven zu entwickeln, Bleiberechte zu sichern und die Integration in unsere Gesellschaft voranzubringen. Das Vertrauen, das uns Ratsuchende entgegenbringen, ist für uns eine Verpflichtung, uns weiterhin für ihre Rechte einzusetzen.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Unser Dank gilt Euch allen – für Eure Unterstützung, Eure Solidarität und Eure Bereitschaft, die Vision einer inklusiven Gesellschaft mit uns zu teilen. Gemeinsam können wir auch in schwierigen Zeiten zeigen, dass Mitmenschlichkeit stärker ist als jede Form der Ausgrenzung.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Dieser Bericht lädt Euch ein, in unsere Arbeit einzutauchen, unsere Herausforderungen und Erfolge nachzuempfinden und Teil eines Netzwerks der Solidarität zu sein. Gemeinsam können wir uns gegenseitig Kraft geben und neue Wege des Miteinanders gestalten.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body">
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Mit Zuversicht und Dankbarkeit,</span></p>
<p>Euer Team von REFUGIUM e.V.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier findet ihr den vollständigen <a href="https://www.refugium-braunschweig.de/wp-content/uploads/2025/02/Jahresbericht_2024.pdf">Jahresbericht 2024.</a></p>
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		<title>Etappensieg geschafft: Der Sozialausschuss hat abgestimmt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 15:40:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Öffnungszeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Stellen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 20.11.2024 war die Abstimmung im Sozialausschuss &#8211; die nächste Etappe ist geschafft 💪 Der Sozialausschuss hat sich für die dauerhafte Finanzierung von SQUAT und Quartier:PLUS ab 2025 ausgesprochen und für die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel gestimmt. 🎉 Für das komplette Haushaltspaket muss allerdings der Rat am 17.12. noch stimmen und das Land den Haushalt...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20.11.2024 war die Abstimmung im Sozialausschuss &#8211; die nächste Etappe ist geschafft <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4aa.png" alt="💪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Sozialausschuss hat sich für die dauerhafte Finanzierung von SQUAT und Quartier:PLUS ab 2025 ausgesprochen und für die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel gestimmt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f389.png" alt="🎉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Für das komplette Haushaltspaket muss allerdings der Rat am 17.12. noch stimmen und das Land den Haushalt freigeben. Somit ist es erstmal ein Etappensieg und wir sind noch nicht am Ende des politischen Weges angelangt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f40c.png" alt="🐌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ganz herzlichen Dank für die Unterstützung und Solidarität <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f970.png" alt="🥰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>SQUAT und Quartier:PLUS bei Radio Okerwelle &#8211; zum Nachhören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 10:16:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Stellen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im September waren Marco und Astrid im Namen von SQUAT live bei Radio Okerwelle und haben gemeinsam mit Ayat und Vivien von Quartier:PLUS über die beiden Projekte und die aktuelle Herausforderung der Weiterfinanzierung ausführlich gesprochen. Vielen Dank an Herrn Altstädt für die Einladung zu einem offenen Sendeplatz und die Moderation der Sendung. Wer die Sendung...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im September waren Marco und Astrid im Namen von SQUAT live bei Radio Okerwelle und haben gemeinsam mit Ayat und Vivien von Quartier:PLUS über die beiden Projekte und die aktuelle Herausforderung der Weiterfinanzierung ausführlich gesprochen. Vielen Dank an Herrn Altstädt für die Einladung zu einem offenen Sendeplatz und die Moderation der Sendung. Wer die Sendung verpasst hat, kann jetzt hier unsere Redebeiträge anhören &#8211; viel Spaß!</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-8823-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://www.refugium-braunschweig.de/wp-content/uploads/2024/09/01.mp3?_=1" /><a href="https://www.refugium-braunschweig.de/wp-content/uploads/2024/09/01.mp3">https://www.refugium-braunschweig.de/wp-content/uploads/2024/09/01.mp3</a></audio>
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		<title>Live bei Radio Okerwelle: SQUAT und Quartier:PLUS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 09:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fortführung der Gemeinwesenprojekte SQUAT (Träger: Refugium e.V.) und Quartier:PLUS (Träger: Bürgerverein Schwarzer Berg e.V.) als Nachbarschaftszentren stehen auf der Kippe. Die ursprünglich durch die Stadt Braunschweig angedachte Förderung ist in der vorläufigen Haushaltsplanung nicht vorgesehen und die bisherigen Landesmittel laufen nach dreijähriger Laufzeit aus. Aktuell suchen die Einrichtungen das Gespräch mit Vertreter:innen der Politik...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fortführung der Gemeinwesenprojekte SQUAT (Träger: Refugium e.V.) und Quartier:PLUS (Träger: Bürgerverein Schwarzer Berg e.V.) als Nachbarschaftszentren stehen auf der Kippe. Die ursprünglich durch die Stadt Braunschweig angedachte Förderung ist in der vorläufigen Haushaltsplanung nicht vorgesehen und die bisherigen Landesmittel laufen nach dreijähriger Laufzeit aus. Aktuell suchen die Einrichtungen das Gespräch mit Vertreter:innen der Politik und Verwaltung, um die Weiterfinanzierung zu sichern.</p>
<p>Hintergründe zu den beiden Projekten erfahrt Ihr</p>
<p>am Mittwoch, 18. September von 20.00 bis 21.00 Uhr bei Radio Okerwelle: okerwelle.de/livestream</p>
<p><strong>Die Wiederholung der Sendung findet am 27.09. von 14.00 bis 15.00 Uhr statt.</strong></p>
<p>Mit dem SQUAT wurde ein Treffpunkt ohne Konsumzwang in der Innenstadt geschaffen, der Integration mit Nachhaltigkeit verbindet. Neben Sprachkursen und Beratungsangeboten gibt es einen Foodsharing-Fairteiler, unterschiedlichste offene Angebote und der Raum wird von verschiedenen Initiativen genutzt.</p>
<p>Das Projekt Quartier:PLUS hat im Laufe der letzten drei Jahre durch Partizipation und Mitgestaltung “bottom up”, also von unten mit und durch die Anwohner:innen, einen hochwertigen Aufenthaltsort geschaffen. Das Quartier:HAUS hat sich etabliert und Beratungsangebote, kreative und sportliche Aktivitäten, einen Sprachtreff, ein Kulturfrühstück und vieles mehr entwickelt.</p>
<p>Wer steht hinter den besonderen Projekten SQUAT und Quartier:PLUS und warum ist es so wichtig, diese besonderen Einrichtungen zu erhalten? Was ist geplant, wenn die Mittel zur Verfügung gestellt werden, und was ist in der aktuellen Situation nötig, um die Projekte zu erhalten?</p>
<p>All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in der Sendung bei Radio Okerwelle. Neben den umfassenden Informationen ist das Programm mit attraktiver Musik garniert.</p>
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		<title>Kommt am 26.09. zum Sozialausschuss &#8211; für die Weiterfinanzierung SQUAT und Quartier:PLUS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 09:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie bereits Mitte des Jahres bei unserer Veranstaltung im 381 und in unserer PM dargestellt, stehen die Finanzierungen der Gemeinwesenprojekte SQUAT (Träger: Refugium e.V.) und Quartier:PLUS (Träger: Bürgerverein Schwarzer Berg e.V.) als Nachbarschaftszentren auf der Kippe. Die ursprünglich durch die Stadt Braunschweig angedachte Förderung ist in der vorläufigen Haushaltsplanung nicht vorgesehen und die bisherigen Landesmittel...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bereits Mitte des Jahres bei unserer Veranstaltung im 381 und in unserer PM dargestellt, stehen die Finanzierungen der Gemeinwesenprojekte SQUAT (Träger: Refugium e.V.) und Quartier:PLUS (Träger: Bürgerverein Schwarzer Berg e.V.) als Nachbarschaftszentren auf der Kippe. Die ursprünglich durch die Stadt Braunschweig angedachte Förderung ist in der vorläufigen Haushaltsplanung nicht vorgesehen und die bisherigen Landesmittel laufen nach dreijähriger Laufzeit aus. Aktuell suchen wir das Gespräch mit Vertreter:innen der Politik und Verwaltung, um die Weiterfinanzierung zu sichern.</p>
<p>Wir haben schon einige positive Signale erhalten, aber wir brauchen Fakten, mit denen wir als gemeinnützige Projekte planungssicher weiterarbeiten können.<br />
Um die Politik von der Wichtigkeit unserer Projekte zu überzeugen, kommt gern</p>
<p>am Donnerstag, 26. September um 15.00 Uhr ins Rathaus in den großen Sitzungssaal zur öffentlichen Sozialausschuss-Sitzung.</p>
<p>Wir freuen uns auf Eure Unterstützung!</p>
<p>Mit dem SQUAT wurde ein Treffpunkt ohne Konsumzwang in der Innenstadt geschaffen, der Integration mit Nachhaltigkeit verbindet. Neben Sprachkursen und Beratungsangeboten gibt es einen Foodsharing-Fairteiler, unterschiedlichste offene Angebote und der Raum wird von verschiedenen Initiativen genutzt.</p>
<p>Das Projekt Quartier:PLUS hat im Laufe der letzten drei Jahre durch Partizipation und Mitgestaltung “bottom up”, also von unten mit und durch die Anwohner:innen, einen hochwertigen Aufenthaltsort geschaffen. Das Quartier:HAUS hat sich etabliert und Beratungsangebote, kreative und sportliche Aktivitäten, einen Sprachtreff, ein Kulturfrühstück und vieles mehr entwickelt. Weitere Infos zu diesem Projekt: <a href="https://quartierplusbs.cargo.site/" target="_blank" rel="noopener">quartierplusbs.cargo.site</a></p>
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		<title>PM: Nachbarschaftszentren vor dem Aus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2024 12:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fortführung der Gemeinwesenprojekte, das SQUAT und das Quartier:PLUS als Nachbarschaftszentren stehen auf der Kippe. Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsplanung der Stadt Braunschweig ist keine Weiterförderung vorgesehen. Diese Entscheidung ist umso bedauerlicher und überraschender, da die Stadt erst kürzlich die Eröffnung neuer Nachbarschaftszentren verkündet hat (siehe Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 14.06.2024 bzw. 12.06.2024...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fortführung der Gemeinwesenprojekte, das SQUAT und das Quartier:PLUS als Nachbarschaftszentren stehen auf der Kippe. Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsplanung der Stadt Braunschweig ist keine Weiterförderung vorgesehen. Diese Entscheidung ist umso bedauerlicher und überraschender, da die Stadt erst kürzlich die Eröffnung neuer Nachbarschaftszentren verkündet hat (siehe Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 14.06.2024 bzw. 12.06.2024 online hier: <a href="https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/braunschweig/article406335391/nicht-einsam-sein-wo-nachbarn-in-braunschweig-zusammenfinden.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/braunschweig/article406335391/nicht-einsam-sein-wo-nachbarn-in-braunschweig-zusammenfinden.html</a>).</p>
<p>Entsprechend des Ratsbeschlusses und laut Bedarfsplanung der Stadt Braunschweig war die Finanzierung der Nachbarschaftszentren SQUAT und Quartier:PLUS ab 2025 über den städtischen Haushalt vorgesehen. Bisher wurden beide Projekte über das Land Niedersachsen (LAG Soziale Brennpunkte) finanziert. Diese Finanzierung läuft zum Ende des Jahres aus.</p>
<p>Mehr zum Hintergrund von SQUAT und Quartier:PLUS und der Appell an die Politik und Verwaltung die finanziellen Mittel zur Fortführung dieser dringend notwendigen Arbeit sind der Pressemitteilung zu entnehmen:</p>
<p><a href="https://www.refugium-braunschweig.de/pm-nachbarschaftszentren-vor-dem-aus/240709_presseerklaerung_nachbarschaftszentren_final/" target="_blank" rel="attachment noopener wp-att-8771">240709_Presseerklärung_Nachbarschaftszentren_final</a></p>
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		<title>Beitrag zum Festival Theaterformen am 16.06.2024</title>
		<link>https://www.refugium-braunschweig.de/beitrag-zum-festival-theaterformen-am-16-06-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 11:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Film Malcom X von Spike Lee gibt es eine Szene, in der eine weiße Studentin auf Malcom X zutritt, nachdem dieser gerade eine Rede am College gehalten hat. Sie fragte ihn, was sie zum schwarzen Befreiungskampf beitragen kann. Malcom X antwortet kühl und ohne weitere Ausführungen „nichts“ und geht weg. Aus dieser Szene könnten...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fontstyle2">Im Film Malcom X von Spike Lee gibt es eine Szene, in der eine weiße Studentin auf Malcom X zutritt, nachdem dieser gerade eine Rede am College gehalten hat. Sie fragte ihn, was sie zum schwarzen Befreiungskampf beitragen kann. Malcom X antwortet kühl und ohne weitere Ausführungen „nichts“ und geht weg.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Aus dieser Szene könnten vernunftfaule Menschen jetzt zwei falsche Schlüsse ziehen – den pathetisch-ohnmächtigen, in dem sie sagen, „Ach, gibt es denn nichts, was wir als privilegierte weiße Menschen für die armen und unterdrückten Schwarzen tun können“ und den unverständlich-empörten (und vielleicht insgeheim erleichterten) „Wie, wir können nichts machen. Soll das heißen, wir sollen einfach nichts tun?“. Beides schießt am eigentlichen vorbei.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Die Szene aus dem Film sollte stattdessen – insbesondere für weiße Menschen – eine Frage aufwerfen. Sie enthält keinen stumpfen Befehl, sondern eine Denkanregung: Wie können Bündnisse und Allyship aussehen?</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Je ekliger und lauter der Rassismus sich zeigt, desto einfacher scheint die Frage sich von selbst zu beantworten. Wenn reiche Snobs auf Sylt Naziparolen in Handykameras lallen, in Dresden Wahlkämpfer beim Plakatieren von Leitern geprügelt werden oder Faschismusbefürworter in Potsdam Deportationspläne schmieden, gibt es schnell ein paar Fernsehkameras, in die empörte Menschen, meist mit prominenter Parteizugehörigkeit, ihre Ablehnung, ihr Unverständnis und ihre Überraschung äußern.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Ob diese Entwicklungen für Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografie so überraschend sind, sei dahingestellt. Die, die überrascht tun, hätten ihnen vielleicht besser zugehört. Die Ablehnung und das Unverständnis gegen den rassistischen Unsinn bleibt aber zweifelsohne richtig. Laut und sichtbar sein, auf die Straße gehen, Haltung zeigen – alles wichtige Dinge. Und wenn ich es nicht selbst auf die Demo schaffe, dann zumindest ein Like auf Insta. Interpassiver Aktivismus.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Das ist nicht so despektierlich gemeint, wie es sich anhört. Aber ein komischer Beigeschmack bleibt. Vor allem dann, wenn an prominenter Stelle von Brandmauern die Rede ist, breite Bündnisse beschworen werden, es aber an vielen Stellen bebt, bröckelt und bricht.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Denn auch wenn es gegen den lauten Rassismus noch einen einigermaßen gesellschaftlichen Konsens geben sollte, oder zumindest eine allgemeine Empörung, sieht es beim leisen Rassismus anders aus. Das ist der Rassismus der Amtsstuben, der Blicke, der Strukturen, der Gesetze und Verordnungen (mögen sie euphemistisch „Rückführungsverbesserungsgesetz“ oder GEAS Krisenverordnung heißen), der stille Rassismus, der Bezahlkarten, Abschiebehaftanstalten und Arbeitsverbote. Was bereits Alltag ist, muss sich nicht mehr laut zeigen und wird schweigend praktiziert.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Dazu passt auch der Satz des Exekutivkomitees der Sudanesischen Flüchtlinge „We thought that when we cross the aggressive waters of the Mediterranean we will […] save everyone’s life. We did not know that we would face the monsters of the laws, cement and bureaucracy.”</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Die Menschen, die zu uns ins Refugium kommen, haben in erster Linie nicht Angst vor großbürgerlichen Kleingeistern auf Luxusinseln, die besoffen in Kameras gröhlen, da sie dort schon geldtechnisch kaum hinkommen; und auch das Dorf- und Schützenfeste keine sicheren Orte sind, wissen Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie schon seit Jahrzehnten; auch Wahlhelfer:innen werden Menschen, die nicht wählen dürfen eher selten; und auch die Deportationsphantasien von AfD und Konsorten sind nicht die größten Sorgen von geflüchteten Menschen – den problematischer als diese Phantasien, ist der jetzt bereits ganz reale Abschiebediskurs. Während die AfD in Potsdam noch phantasiert, wird in Niedersachsen der Abschiebestopp für Menschen aus dem Irak aufgehoben, in Hamburg, Berlin und München starten Abschiebeflieger, in Bienenbüttel werden Kirchenasyle geräumt und Länder und</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Kommunen erproben die Einführung von Bezahlkarten und die Ausweitung der Abschiebehaft. Entscheidender, als das, was in Hotels und Restaurants passiert, ist in diesen Fällen, was auf Amtsfluren, hinter den geschlossenen Bürotüren oder nach dem Aufrufen der Wartenummer passiert.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Spätestens hier stellt sich dann auch die Bündnis- und Allyshipfrage: Wie ernst kann ich insbesondere als weiße Person noch genommen werden, wenn ich zwar empört auf Demos „Nazis raus“-Rufe &#8211; wobei ja scheinbar schon „Ganz Braunschweig hasst die AfD“ zu radikal zu sein scheint… -, aber gleichzeitig zu den vielen bereits jetzt stattfindenden Schweinerein mich so verhalte, als würde ich sie akzeptieren. Wie glaubhaft bin ich Menschen mit Fluchtbiografie gegenüber, wenn ich die AfD zwar doof finde, aber die Einführung von Bezahlkarten und Vereinfachung nächtlicher Abschiebungen mittrage.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Es bleibt das unangenehme Gefühl, dass der strahlende und laute Aktivismus der Lichterketten und Demoreden, manchmal mehr dem eigenen Gewissen als der praktischen Solidarität dient. Doch selbst da, wo dieser Aktivismus ernstgemeint ist und die „schöne Seele“ nicht nur Likes und Schulterklopfen erhalten möchte, sondern diese Aktionen als Interventionen ins Sicht- und Sagbare dienen, als Haltung zeigen, als „bis hierhin und nicht weiter“, sind sie zwar notwendig, aber nicht hinreichend.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Vielleicht kann ein Text der Science-Fiction-Autorin Ursula LeGuin hier eine Anregung geben. In ihrem Essay „Carrier Bag Theory of Fiction“ unterscheidet sie zwischen den Heldenerzählungen auf der einen und den „Carrier Bag-Geschichten“ auf der anderen Seite. Sie führt darin die Kritik von Anthropologinnen und Feministinnen weiter, die gezeigt haben, dass nicht das Jagen von Mammuts und anderen Großtieren die Existenz des prähistorischen Menschen gesichert hat, sondern das Sammeln und Pflegen von Pflanzen. Vor dem Speer kam die Tragetasche. Carrier Bag.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Doch obwohl, oder gerade, weil diese Form des Jagens nicht elementar war, wurde sie rhetorisch überhöht. Wichtiger als das Fleisch, war die Geschichte der Jagd, schreibt LeGuin. Wichtiger als die Demo ist der Insta-Post davon, ließe sich heute weiterführen.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">LeGuin möchte stattdessen, die anderen Praktiken wieder sichtbar machen, die ohne martialisch-heroischen Anstrich daherkommen. Das gemeinsame Sammeln, das Aufbewahren, das umeinander sorgen und füreinander da sein. Die Carrier-Bag-Stories. Vielleicht brauchen wir daher im Anschluss an LeGuin eine Carrier Bag Theory of Allyship – Allyship, das nicht darauf baut, dass weiße Menschen stolz davon berichten, welcher armen Personen sie aufopferungsvoll geholfen haben, oder wo sie besonders laut (aber immer vergleichsweise sicher) protestiert haben, oder wo sie sich, Hauptsache sichtbar schlecht gefühlt haben.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Sondern Allyship verstanden als einen leisen aber ehrlichen Aktivismus, der beharrlich wichtige Informationen sammelt und diese zur Verfügung stellt (zum Beispiel von regionalen Nazistrukturen und Raumnahmeversuchen, oder den Schweinereien, die sich unauffällig in Gesetzestexten verstecken), oder Carrier-Bag-Aktivismus der minutiös Ereignisse aufarbeitet und archiviert (wie im Fall des Forensic-Architecture-Kollektiv, die das beabsichtigte Sterbenlassen im Mittelmeer dokumentieren), oder Carrier-Bag-Allyship durch Initiativen, Communities und Vereine, die Begleitung, Beratung und Unterstützung gegenüber Ämtern, Wartefluren, rassistischen Vermietern und ausgrenzenden Bürokratien anbieten.</span></p>
<p><span class="fontstyle2">Das alles mag auf den ersten Blick nicht heroisch daherkommen, ist aber elementar im Alltäglichen verankert. Dabei ist es ganz so, wie Malcom X im Film meint: Es ist nicht so, dass Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografie von weißen Menschen zwingend etwas brauchen. Es würde schon ausreichen, wenn wir keinen neuen Zement anrühren, um Mauern und Bürokratien zu bauen.</span></p>
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		<title>Jahresbericht 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[REFUGIUM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 08:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen, wir stehen zusammen an der Schwelle eines weiteren Jahres, das uns herausgefordert, aber auch gezeigt hat, was es wirklich bedeutet, furchtlos Menschlichkeit zu leben. Der Jahresbericht des REFUGIUM e.V. für das Jahr 2023 reflektiert nicht nur unsere Tätigkeiten, sondern auch die Menschen, die wir erreicht haben, und die Herausforderungen, die wir...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen,<br />
</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">wir stehen zusammen an der Schwelle eines weiteren Jahres, das uns herausgefordert, aber auch gezeigt hat, was es wirklich bedeutet, furchtlos Menschlichkeit zu leben. Der Jahresbericht des REFUGIUM e.V. für das Jahr 2023 reflektiert nicht nur unsere Tätigkeiten, sondern auch die Menschen, die wir erreicht haben, und die Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigt haben.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Tag für Tag haben wir Seite an Seite mit Menschen gestanden, deren Existenz oft unsichtbar gemacht wird, deren Rechte in Frage gestellt werden – Menschen, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus an den Rand gedrängt werden. Besonders haben wir diejenigen unterstützt, deren Zukunft durch Unsicherheit und die Drohung der Abschiebung verdunkelt wird.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">&#8222;Wir können nicht weitermachen. Wir werden weitermachen.&#8220;</span><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none"> Diese Worte von Samuel Beckett haben in den Herausforderungen, denen wir im Jahr 2023 gegenüberstanden, eine besondere Resonanz gefunden. Unsere finanzielle Situation war vielleicht prekär, die Hürden manchmal beängstigend hoch, aber unser Engagement für die gefährdeten Menschen, denen wir dienen, blieb unerschüttert.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Und hier sind wir, bereit, die Professionalität unserer Migrationsberatung weiter hochzuhalten und unsere Träume für SQUAT (Solidarisches Quartier) unser Gemeinwesenprojekt weiter zu verwirklichen. Das REFUGIUM ist mehr als nur eine Anlaufstelle in schwierigen Zeiten – es ist ein Zuhause, in dem Lachen hallt, in dem Geschichten gewoben werden und in dem jeder Moment ein Zeichen der Gemeinschaft ist. Es geht nicht nur darum, zu überleben, sondern darum, gut miteinander zu leben.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Wir können nicht genug Danke sagen – an Euch, die Ihr uns Euer Herz, Eure Zeit und Eure Ressourcen gegeben habt. In einer Welt, die oft kalt ist, habt Ihr Wärme gebracht. Ihr seid Teil jeder Hoffnung, die wir geweckt, jeder Träne, die wir getrocknet, und jeder Hand, die wir gehalten haben.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">Mit diesem Bericht laden wir Euch dazu ein, an unserer Vereinsarbeit teilzuhaben und gemeinsam mit uns das vergangene Jahr in all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren zu lassen.</span></p>
<p class="cvGsUA direction-ltr align-justify para-style-body"><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none">In Solidarität,<br />
Marco Frank</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier können Sie den vollständige <a href="https://www.refugium-braunschweig.de/wp-content/uploads/2024/04/240219_Final-Jahresbericht-2023.pdf">Jahresbericht 2023</a> einsehen.</p>
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