Projektwoche für Schulen

Projektwoche „Ausländische Kulturen zum Anfassen – anfassen und mitmachen“

Die Projektwochen werden von der Schulleitung intensiv unterstützt. Sowohl die Klassenlehrer an den Schulen als auch die Eltern zeigen ein Bewusstsein für die Problematik von Migrantenkindern und deren Integrationsschwierigkeiten.

Ziel der Projektwoche

Im Vordergrund der Projektwoche steht die Förderung von interkultureller Verständigung durch Empathie, Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Toleranz und Identitätsbalance. Zielsetzung ist Lernsituationen und Vermittlungsformen zu schaffen, die kognitive, affektive und soziale Lernprozesse integrieren und praktische Erfahrungsmöglichkeiten als auch Verhaltensänderungen zulassen.
Neben der Vermittlung von Orientierungswissen soll die Projektwoche Schülern Möglichkeiten bieten Handlungswissen über Erfahrungen auszubilden. Dabei soll die Begegnung mit außerschulischen Personen komplexe Lernsituationen für interkulturelle Handlungserfahrungen herstellen. Zudem zeigt die Projektwoche, dass „fremde“ Kulturen der hiesigen gleichwertig sind und wir von ihnen lernen können. Dieses trägt nicht nur zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit bei. Insbesondere wird damit das Zusammenleben vor Ort verbessert. Auch kann durch die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen ein besseres Verstöändnis der Schülerinnen und Schüler für geografische und politische Zusammenhänge unterstützt werden.
Es wird bei der Durchführung der Projektwoche großer Wert darauf gelegt, dass sich Flüchtlinge und MigrantInnen selbst an der Ausgestaltung beteiligen und die Schülerinnen und Schüler sich damit im persönlichen Kontakt mit ihnen austauschen können.

Durchführung der Projektwoche

Die Projektwoche ist in unterschiedliche Arbeitseinheiten (Module) aufgeteilt, die je nach Einsatzort und zur Verfügung stehender Unterrichtszeit (vier bzw. fünf Schultage) variabel und nach Bedarf eingesetzt werden.Durchführung der Projektwoche:

Modul 1 (Theoretischer Einstieg in das Thema „Migration“):

  • Die Begriffe „Ausländer“, „Aussiedler“ und „Asylbewerber“ werden erklärt und differenziert betrachtet.
  • Die Arbeit der Flüchtlingshilfe im Landkreis Helmstedt mit ihren Beratungsschwerpunkten und Zielgruppen wird vorgestellt. Es werden drei Kurzfilme gezeigt:
  • Der Schwarzfahrer“ (über Vorurteile)
  • Selbstbedienung“ (über Vorurteile)
  • Wahlverwandtschaften“ (über das Zusammenleben von Deutschen und MigrantInnen und über Diskriminierung)

Modul 2 (Kultur zum Anfassen):

Unter professioneller Anleitung einer thailändischen Frau stellen die Schülerinnen und Schüler aus Kokosnüssen Instrumente und unterschiedliche Gegenstände des Alltags her, beispielsweise Armbänder oder Haushaltsgegenstände.Modul 3 (Zubereitung landestypischer Speisen):

Die Schülerinnen und Schüler bereiten gemeinsam mit Flüchtlingen und MigrantInnen aus den entsprechenden Herkunftsländern landestypischen Speisen zu. Jeweils drei bis vier Kinder kochen ein Gericht, am Ende werden die Speisen gemeinsam probiert. Die Kinder lernen dabei die türkische, albanische, afghanische, asiatische, russische und vietnamesische Küche kennen. Das Kochen wird aus Mitteln der Flüchtlingshilfe und durch einen Eigenbeitrag der Schülerinnen und Schüler finanziert.Modul 4 (Weltreligionen):

Gemeinsam mit einem Pastor und einem Imam setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Religionen (Christentum und Islam) und deren Werte und Inhalte auseinander.Modul 5 (Tanz und Musik):

Unter sachkundiger Anleitung üben die Schülerinnen und Schüler den Tanz unterschiedlicher Länder und beschäftigen sich mit deren Musik.Nach der Projektwoche begleiten die Schülerinnen und Schüler die Beratungsarbeit der Flüchtlingshilfe und nehmen jeweils an ihrem Wohnort an deren Sprechstunden teil, um zu erfahren, mit welchen Problemlagen die Migrantinnen und Migranten in die Beratung kommen.
Für die zukünftige Ausgestaltung der Projektwoche sind folgende Arbeitseinheiten in Vorbereitung:

  • Besuch bei ausländischen Familien
  • Gemeinsames Erarbeiten eines Theaterstücks